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Vulkanismus

Beschreibung:  Schon seit grauer Vorzeit haben Vulkaneruptionen den Menschen in aktiven Vulkangebieten mit Angst und Schrecken erfüllt...
Autor:Christian Fischer
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Vulkanismus




Gliederung


I. Einleitung
II. Magma und Chemie der Lava
III. Tiefenvulkanismus
IV. Oberflächenvulkanismus
V. Post- und Randvulkanismus
VI. Weltweite Verteilung der Vulkane


I. Einleitung

Schon seit grauer Vorzeit haben Vulkaneruptionen den Menschen in aktiven Vulkangebieten mit Angst und Schrecken erfüllt und ihn deshalb immer wieder nach den Ursachen, den Wurzeln dieser Naturgewalten fragen lassen. In vielen Ländern, vom pazifischen Siedlungsraum bis zu den Kulturen des abendländischen Altertums, haben sich unzählige Mythen über Dämonen und Götter der Tiefe entwickelt. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die Vulkane ihre Bezeichnung dem römischen Gott des Feuers und des Schmiedehandwerkes Volcanus verdanken.

Nüchtern betrachtet sind es Stellen auf der Erdoberfläche, an denen glutflüssige Gesteinsschmelze aus der Erde herausquillt. Vereinfacht ausgedrückt kommt es zu vulkanischen Erscheinungen, weil im Erdinneren aufgeschmolzenes Gesteinsmaterial aufsteigt, gewissermaßen durch das Gewicht der überlagernden Schichten herausgequetscht wird. Jene tiefen Risse in der Lithosphäre, die den Vulkanherd mit der Erdoberfläche verbinden, heißen Aufstiegskanäle oder Schlote. Für Geowissenschaftler bietet sich hier eine Art Fenster in den Tiefenaufbau der Erde, da aufgrund verschiedenster Mineralparagenesen der Aufbau und die P / T- Bedingungen in der Tiefe rekonstruiert werden können.

Zwei Erscheinungen, die Förderung von glühenden und flüssigen Gesteinsmaterials an die Erdoberfläche ( Vulkanismus ) und die Erstarrung der Schmelzkörper noch in der Tiefe ( Plutunismus ), werden unter dem Begriff Magmatismus zusammengefaßt.


II. Magma und Chemie der Lava

1. Allgemeines

Als Magma ( griech.: knetbare Masse) bezeichnet man schmelzflüssiges Gesteinsmaterial, das neben leichtflüchtigen Bestandteilen auch Kristallauscheidungen enthält. Es ist im wesentlichen ein silikatischer Schmelzbrei , der je nach seinem Gehalt an Kieselsäure (SiO2) basisch, intermediär oder sauer sein kann.

Gelangt bei vulkanischen Vorgängen überhitztes Magma unter vielfältigen Entgasungsprozessen an die Erdoberfläche, so tritt es unter dem Namen Lava aus. Obgleich diese Unterscheidung zwischen Magma und Lava klar zu sein scheint, ist es oft nicht leicht zu sagen, wann und wo ein Gesteinsschmelzfluß aufhört Magma zu sein, und zu Lava wird.

Wichtig für die Unterscheidung verschiedener Laven und Magmen, die Art der bei Abkühlung und Erstarrung entstehenden Gesteine, und der Typ des bei einem Ausbruchs entstehenden Vulkans ist die chemische Zusammensetzung und, damit zusammenhängend, die Viskosität der Laven.

  
WAS IST WAS, Band 57: Vulkane
Siehe auch:
WAS IST WAS TV: Vulkane
WAS IST WAS, Band 74: Naturkatastrophen
WAS IST WAS, Band 1: Unsere Erde
WAS IST WAS, Band 15: Dinosaurier
KOSMOS 651046 - Willi und die Welt der Wunder: Vulkane
WAS IST WAS, Band 16: Planeten und Raumfahrt
 
   
 
     
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Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von Christian Fischer zur Verfügung gestellt.

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