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III. Tiefenvulkanismus
Das Magma hat es bei dieser Form des Vulkanismus nicht geschafft an die
Erdoberfläche vorzudringen sondern erstarrte noch in der Erdkruste. Diese
Intrusionskörper werden im Laufe der Erdgeschichte durch Denutation und
Erosion aus dem Umgebungsgestein herausgebildet, sofern sich das aus dem Magma
entstandene Gestein verwitterungsresistenter als das Umgebungsgestein erwiesen
hat.
- Batholithe, die größten Plutone, sind Intrusivkörper mit
einer Ausdehnung von mindestens 100 Quadratkilometern.
- Stöcke sind kleinere Plutone, die sowohl wie die Batholithe diskordant
intrudiert sind.
- Lagergänge oder Sills, mit Mächtigkeiten vom Zentimeterbereich bis
zu mehreren hundert Metern, sind tafelförmige konkordante Intrusionen.
- Gesteinsgänge oder Dikes, mit Mächtigkeiten vom Millimeterbereich
bis zu mehreren Metern, sind diskordant ins Nebengestein intrudiert.
Gesteinsgänge kommen selten isoliert vor. Typisch ist das Auftreten von
Hunderten solcher Gänge in sogenannten Gangschwärmen in einem Gebiet,
das durch eine große Intrusion deformiert wurde.
- Lakkolithe ( pilsförmige Intrusionen )
- Lopolithe ( schüssel- oder becherförmige Intrusionen )
- Harpolithe ( konvex-konkave Intrusionen )
- Diatreme
- Stoßkuppen
- Stau- und Quellkuppen
IV. Oberflächenvulkanismus – Eruptionsformen
Vulkane sind die auffälligsten Äußerungen der endogenen
Kräfte der Erde. Die Förderprodukte der Vulkane können in gas,
flüssiger oder fester Form entweichen. Die Gestalt des Förderkanals,
die Eigenschaften der Fördermassen, die Art und Dauer der Tätigkeit
schaffen eine Vielfalt von Vulkanbauten. Die Abgrenzung der Klassifizierung der
Vulkantypen ist nur teilweise scharf möglich, da einige Bezeichnungen eine
Zwischenphase oder auch Nebenerscheinungen in der Entwicklung der eigentlichen
Vulkaneruption sind.
1. Vulkantypen
Tafelvulkan: Flächenhaft ausgedehnte Lavaüberflutungen, durch
Linearausbrüche aus Spalten entstanden. Es bilden sich hierbei ausgedehnte
Plateaus, wobei man die Gesteine dieser treppenartigen Geländeform als
Trappbasalte bezeichnet. Beispiele hierfür sind das Deccan-Trapp-Plateau in
Indien aber auch die Lavafelder Islands.
Schildvulkan: Schildartig flache Vulkane mit kreisförmigen
Grundriß. Der Böschungswinkel der Flanken beträgt ungefähr
4 – 6 0. Schildvulkane entstehen durch
übereinanderfließen zahlreicher dünnflüssiger
Lavaströme, wobei die Lava meist etwas viskoser ist als bei Tafelvulkanen.
Wegen des Druckes der Magmensäule bilden sich häufig randliche Spalten
und ein nahezu flaches Gipfelplateau. Schildvulkane sind für Ozeaninseln
vom Typ Hawaii typisch. Kleiner, flachere Schildvulkane, die komplexe
Basaltplateaus bilden, sind charakteristisch für Riftzonen an Land, wie
z.B. Island.
Stratovulkan: Schicht- oder auch gemischte Vulkane sind aus wechselnden
Materialien aufgebaut. Die Bestandteile sind ausgeflossene Lava und
Lockermaterialien ( z.B. vulkanische Aschen ). Die einfachste Form eines
Stratovulkanes ist die eines Bergkegels mit konkaven Flanken. Den Gipfel bildet
ein Krater, wenn der Druck der Lavasäule auf die Außenhänge zu
stark sich entwickelt entstehen parasitäre Krater. Der Vesuv und der
Ätna sind Beispiele hierfür.
Aschenvulkane: Lockerstoff-, Gasvulkane aber auch Schlackenkegel
fördern vorzugsweise mit Lockermassen beladene Gase. Gasvulkane treten
häufig gesellig auf, wobei jeder einzelne nur kurze Zeit tätig ist.
Sie sind kegelförmige, relativ ebenmäßige und die
häufigsten Landvulkane, wobei deren abgestumpfte Spitze kraterförmig
eingesenkt ist. Das Profil eines solchen Kegels ist durch den maximalen
Böschungswinkel bestimmt, bei dem die Schuttmassen noch stabil sind, ohne
hangabwärts zu rutschen.
Maare: Wenn sich die vulkanische Tätigkeit nur in einer Gasexplosion (
häufige Ursache phreatomagmatische Explosion ) äußert, entstehen
Explosionskrater. Das Nebengestein wird in einem Aufschüttungswall um den
Sprengtrichter herum aufgebaut. Die entstehende kesselartige Vertiefung , deren
Durchmesser einen Kilometer übersteigen kann, bezeichnet man als Maar.
Maare sind häufig später mit Wasser aufgefüllt ( z.B. in der
Eifel, Laacher See ).
Calderavulkane: Eine Caldera bildet sich durch den Kollaps des
Vulkandaches, aufgrund des Absinkens des magmatischen Druckes in der
Magmenkammer. Beim Einbruch dieses Daches entsteht eine sogenannte
Einsturzcaldera. Sie ist eine große, meist steilwandige,
beckenförmige Einsenkung, deren Durchmesser weitaus größer sein
kann, als die Fläche, die der Vulkankegel vorm Einsturz bedeckte. Eine
Caldera kann auch wiederbelebt werden, indem erneut Magma aufsteigt und den
Boden der Caldera aufwölbt, meist entsteht so eine zweite
Vulkangeneration.
Beispiele hierfür sind die Krater Lake Caldera und Yellowstone
Caldera.
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