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2. Untermeerischer Vulkanismus
Der untermeerische Vulkanismus ist besonders im Bereich der ozeanischen
Rücken und ihrer Verzweigungen weit verbreitet. Nur in der Flachsee machen
sich Eruptionen an der Meeresoberfläche bemerkbar. In größeren
Tiefen verhindert der auflastende Wasserdruck die Entwicklung von Dampf, und die
Lava fließt allmählich und relativ ruhig aus ( Pillow Lava
).
Bildet sich eine Magmakammer in der relativen Nähe zum Meeresboden,
dringt kaltes Meerwasser auf breiter Front in die zerklüftete poröse
Basaltlavakruste bis in die Tiefen von mehreren Kilometern ein. Nach der
Aufheizung in der Umgebung der Magmenkammer steigt es scharf gebündelt
wieder auf. Diese bis zu mehreren hundert Grad Celsius heißen, sogenannten
hydrothermalen Wässer entwickeln sich bei der Reaktion mit vulkanischen
Gesteinen zu sauren Lösungen, die das Gestein weiter korrodieren und dabei
ihre Zusammensetzung völlig verändern können, indem sie sich an
den Elementen anreichern, die sie aus dem Gestein herauslaugen. Diese beladenen
hydrothermalen Wässer treten an sogenannten Black Smokers aus. An der
Austrittsöffnung bilden sich, aufgrund der sofortigen Abkühlung und
somit Übersättigung dieser Lösung, dichte Wolken von dunklen
Sulfidkristallen- Erzmineralen, insbesondere Eisen-, Zink- und Kupfersulfide -,
die zur Namensgebung führten.
Der Boden der Tiefsee ist mit Kegel und Schildvulkanen besetzt, wobei sich
einige hiervon als Inseln oder Atolle über dem derzeitigen Meeresspiegel
erheben. Die Mehrzahl liegt allerdings als Seamounts und Guyots unter Wasser
vor.
3. Hot Spot Vulkanismus
Hot Spots sind Aufquellungen heißer, teils geschmolzener Gesteine aus
dem tiefen Erdmantel. Diese auch Mantelplumes genannten Aufquellungen sind
ortsfest und finden sich überall auf der Welt, wobei jene auf den über
sie hinweg gleitenden Platten der Erdschale Vulkane, Schwellen und Tiefseeinseln
( Seamounts ) erzeugen.
V. Post- und Randvulkanismus1. Weitere
vulkanische Erscheinungen
- Pyroklastische
Ströme sind eine oftmals verheerende Eruptionsform. Diese circa 800 Grad
Celsius heiße Asche
( Tephra ),
Staubfragmente und Gase in Form einer Glutwolke können sich mit
Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde
hangabwärts bewegen. Sie sind charakteristisch für explosive
Eruptionen von Vulkanen, die entlang von aktiven Kontinenträndern und auf
Inselbögen d.h. generell oberhalb von Subduktionszonen
eruptieren.
- Lahars ( vulkanische Schutt- und Schlammströme )
- Tsunamis sind vulkanogene Flutwellen, die durch Seebeben, submarine
Hangrutschungen aber auch durchs Auftreffen von vulkanischen
Schuttlawinen und Schuttströmen auf die Meeresoberfläche
ausgelöst werden können
- Aschenregen
- Vulkanische Erdbeben
- Vulkanische Gase
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