2. Postvulkanische Erscheinungen – Vulkanische Exhalationen
Auch in den zwischen den Vulkanausbrüchen liegenden Ruhephasen sowie
beim allmählichen Abklingen der vulkanischen Tätigkeit, das sich
über extrem lange Zeiträume vollziehen kann, spielt die Freisetzung
von Gasen und Wasserdampf eine entscheidende Rolle. Sofern diese Exhalationen
eindeutig mit dem Abklingen des Vulkanismus in Zusammenhang stehen, spricht man
von postvulkanischen Erscheinungen.
Fumarolen sind alle Gasexhalationen, deren wesentlicher Bestandteil
Wasserdampf ist, die aber auch andere
gasförmige Stoffe enthalten können, die sich bei den hohen
Temperaturen zwischen 800 und 200 Grad Celsius an den Gasaustritten abscheiden.
Durch Eisenverbindungen oft sehr bunt gefärbten Substanzen sind
hierfür typisch.
Solfataren haben einen neben Wasserdampf höheren Anteil an
Schwefelverbindungen bei Temperaturen zwischen 250 und etwa 100. Durch die
Oxidation des Schwefelwasserstoffs entsteht als Zwischenprodukt elementarer
Schwefel, der sich als gelber Belag an der Austrittstelle abscheidet.
Mofetten sind Exhalation von Kohlendioxid mit Temperaturen unter 100 Grad
Celsius.
Bei heißen Quellen und Geysiren wird das zirkulierende Grundwasser
von im Untergrund langsam abkühlenden Magma aufgeheizt und stößt
so mit großer Kraft meist von einem unterirdischen Grollen begleitet
häufig empor.
VI. Weltweite Verteilung der Vulkane
Die weltweite Verteilung der Vulkane ist nicht zufällig., sonder zeigt
ein bestimmtes Verteilungsmuster. 80% aller Vulkane treten an konvergierenden,
15% an divergierenden Plattengrenzen auf. Nur etwa 5% aller Vulkane zählen
zum sogenannten Intraplattenvulkanismus.
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